24h Duisburg 04./05.08.2007

 

 

herrjoochen, herrjens, Ülf, Elvis

 

 

 

 

                    
            

Der Bericht:(Ein einmaliges Erlebnis):

Lange haben wir diesem Event entgegengefiebert, lange überlegt, was wohl die beste Taktik ist. Wer wechselt wann? Werden die Wechselintervalle Nachts anders sein als Tagsüber? Wird man schlafen können? Wie sieht unser Trainingsstand aus? Was muss man für so eine Veranstaltung alles einpacken?
Klar, das gehört dazu und macht mindestens ebensoviel Spass, wie die Veranstaltung selber. Natürlich kommt dann am Renntag alles anders. Und zwar alles, daher auch der Titel "einmaliges Erlebnis". Denn das wird es zumindest für die Überholiker bleiben. 24 Stunden werden irgendwann einfach zur Qual. Trotzdem ein Erlebnis, was wir nicht missen mögen, denn es ist schon ein unbeschreibliches Glücksgefühl, wenn man die 24 Stunden gemeinsam als Team überstanden hat.Achim, Ülf und ich sind für Samstag morgen 8:00 Uhr verabredet. Um 7:30 dann eine SMS von Elvis "mein Fahrrad ist geklaut". Sofort schreibe ich ein lapidares "haha" zurück. Lockere 17 Sekunden später klingelt mein Handy. Es ist kein Scherz, das Rad ist weg. Elvis telefoniert mit unserem Handballkollegen Matthias; wir können das Rad abholen. Dadurch wird es jetzt schon etwas hektisch, aber wir sind pünktlich genug, um noch ins Fahrerlager zu kommen. Nun allerdings die bange Frage, ob dieses Giant-Rad überhaupt laut Reglement zugelassen ist. Während Achim und Ülf unser Lager aufbauen, trifft auch Elvis ein (direkt aus dem Urlaub). Ab zur Rennleitung und Erleichterung: ja, das Rad darf mitfahren. Vermutlich nicht unbedingt eine Glücksmeldung für Elvis:-)

Kommen wir zum Rennen. Die Strecke dürfte mittlerweile bekannt sein, ein Video gibt es auf www.24h-duisburg.de. 7,7km mit 70 Höhenmetern sind nicht wirklich schockend. Unangenehm ist lediglich der -sehr kurze- "Downhill" und die Treppen. Ausserdem ist die Strecke sehr eng für soviele Fahrer. Achim haben wir uns als Startfahrer ausgesucht, weil er schnell ist und wir glauben, dass er im Startgewirr am Besten zurecht kommt. Achim, Ülf und ich wollen immer drei Runden fahren, Elvis eher weniger. So der Plan, den Achim als erster voll erfüllt. Er bleibt damit der einzige. Denn Ülf verzählt sich bei mir (Aufregung?) und löst mich bereits nach zwei Runden ab. In seiner eigenen zweiten Runde gibt er dann selbst das Wechselzeichen und schwupps sind alle Vorüberlegungen dahin und wir sind im 2-Runden Rhythmus. Das erscheint bei dieser Hitze auch sinnvoll. Abkühlung gibt's nirgends. Kein Schatten in Sicht. Das macht den meisten schwer zu schaffen; ich hab's ja lieber warm und komme gut zurecht. Ab 18:00 Uhr sieht unser Team zwar schon mitgenommen aus, aber fühlt sich durch die kühleren Temperaturen nun auf der Strecke wohler. In den Rennpausen beschäftigt sich wohl schon jeder mit der ungewissen Nachtfahrt. Was kommt da auf einen zu? Wie ist die Strecke beleuchtet? Wie verhalten sich die anderen Fahrer? Alles andere als locker und spassig die Stimmung bei uns. Und die Nacht wird dann auch unangenehm, da es gut abkühlt und sich ein feuchter Film über alles legt und in die Schlafsäcke kriecht. Alles geht so nach und nach in stupide Routine über. "Was, ich schon wieder?". So richtig Lust hat keiner. Dafür überstehen wir die Nacht aber sehr gut. Die Rundenzeiten bleiben akzeptabel und keiner verletzt sich. Was will man mehr. Zumal auf der Strecke doch immer ein wenig Spass aufkommt, denn der längste und steilste Berg ist von Fackeln erleuchtet und die Zuschauer machen mächtig Stimmung. Bis 3:00 Uhr halten die tapfersten Zuschauer aus. Zwischen 3:00 und 6:00 ist es auf dem Gelände gespenstisch ruhig. Lediglich die heisse Brühe muntert auf. Die letzten Stunden nach Sonnenaufgang schmerzen dann zwar in den Beinen und am Berg braucht man kleinere Gänge, aber mit jeder Minute weiss man, dass man dem grossen Ziel näher kommt. Zwischendurch ein gutes Frühstück, das baut auf. Wenn jetzt noch ausreichend Toilletten auf dem Gelände wären, das wär' toll. Aber zwei Dixie-Klos am Fahrerlager, die schon am Vortag bis zum Rand voll sind, sind der (im übrigen einzige) Organisationsmangel. Denn auch das muss hervorgehoben werden: die Helfer waren genial! Bedenkt man, dass die Biker müde und wortkarg waren, hatten alle Helfer immer ein Lächeln parat und waren unermüdlich für uns da. Was bleibt zu sagen? Sicher waren wir glücklich und stolz es geschafft zu haben. Auch die angepeilte Rundenzahl wurde übertroffen und niemand hat sich verletzt. Und ja, es hat im Nachhinein schon Spass gemacht. Aber trotz dieser schönen Erinnerungen soll dies wirklich das einzige 24h Rennen bleiben. Marathon ist halt unsere Disziplin.

herrjens wertet dieses Rennen wie  folgt:

 

technischer Anspruch: 

**

Kondition:            

*****

Spassfaktor:

** in der Nacht, *** am Tag, **** am Tag danach;-)

Organisation:

**** (ein Stern Abzug wegen zu wenig WC’s)

Herr Joochen wertet:

 

technischer Anspruch: 

***

Kondition:      

*****

Spassfaktor:    

** in der Nacht, *** am Tag, *** am Tag danach;-)

Organisation:  

***** (ich musste ja nicht Kacken)

Ülf wertet:

 

technischer Anspruch: 

***

Kondition:      

*****

Spassfaktor:    

***
(z.T. selbst versaut durch mangelhafte organisatorische u. techn. Vorbereitung)

Organisation:  

****

Elvis wertet:

 

technischer Anspruch: 

 

Kondition:      

 

Spassfaktor:    

 

Organisation:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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